Was Disney und Weihnachten verbindet

Disney gehört zu mir, wie dein Handy zu dir: Ich trage es nahe am Herzen und möchte es am liebsten nie aus der Hand geben. Es macht mein Leben ein kleines bisschen besser. Das gleiche gilt für Weihnachten. Nein, ich trage es nicht immer nahe beim Herzen. Aber: Disney macht Weihnachten ein kleines bisschen besser als es bei all den Irren und Wirren um den Weihnachtsmann schon ist.

Susi und Strolch, die Schöne und das Biest, Bambi, 101 Dalmantiner und ja, auch die Bärenbrüder haben mir über die Jahre vermittelt, was es heisst, sich in ein Abenteuer zu stürzen und deinen liebsten zu zeigen, dass du sie ganz gut ausstehen kannst.

Nachfolgend daher passend zur Saison die schönsten Disney-Winter-Momente und was wir von ihnen für Weihnachten mitnehmen können.

  1. Als Frauchen Susi zu Weihnachten geschenkt bekommt

Man könnte es Liebe auf den ersten Blick nennen. Susi springt aus ihrer Box und kuschelt sofort mit ihrer neuen Familie. Sie fühlt sich spanielwohl und ist sich sicher: Diese Menschen mögen mich und werden sich um mich kümmern. So unvoreingenommen wie Susi ist selten jemand. Wir alle hassen und lieben Weihnachten ein bisschen. Wir erwarten halb schon den nächsten Familienstreit, wenn wir über die Festtage nach Hause gehen. Das muss nicht sein.

  1. Die Schneeballschlacht in „Die Schöne und das Biest“

Ich könnte jetzt einen langen Aufsatz darüber schreiben, warum nur die inneren Werte zählen und das Äussere nicht wichtig ist, aber eigentlich möchte ich nur sagen: Wenn sich deine Geschwister wieder einmal wie wirkliche Biester benehmen, verpass ihnen eine deftige Schneeball-Abreibung. Habt ihr euch so richtig ausgetobt ist es auch viel wahrscheinlicher, dass ihr später brav unter dem Weihnachtsbaum sitzt und euch gegenseitig Shakespeare vorlest.

  1. Als Bambi mit Klopfer auf einem zugefrorenen See spielt

Ich weiss nicht, wie es an Weihnachten bei euch so läuft, aber ich hatte an Heilligaben schon einige Male das Gefühl, dass ich mich auf Glatteis bewege. Ganz sicher spielt hier eine gewisse negative Erwartungshaltung mit, klar. Aber hey: Ich lasse mich nicht abschrecken und feiere jedes Jahr wieder da dieses Fest mit den Geschenken.
(Memo an mich selbst: Schlittschuhe aus dem Keller holen.)

  1. Die Nordlichter in „Die Bärenbrüder“

Die sind wirklich, wirklich schön. Und als sie auftauchen wird es auf magische Weise Frühling. Was sagt uns das: Je mehr Weihnachtsbeleuchtung ein Haus hat, desto glücklicher ist die Familie darin. Aber bevor du dir jetzt ein paar kräftige LED Baustrahler besorgst: Der Geruch nach Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen tuts in der Regel auch. Oder, um die Mutter meiner Mitbewohnerin zu zitieren: „Ich wünsche mir nur, dass meine Mäuse Zuhause sind und Zeit mit mir verbringen.“

  1. Als 101 Dalmatiner an Weihnachten wieder Zuhause waren

Nein, wir können nicht alle Welpen sein. Und auch ich habe den Hundeblick noch nicht perfektioniert. Aber eines kann ich euch sagen: Ihr wisst gratis Plätzchen und Weihnachtsbeleuchtung (für deren Stromverbrauch ihr nicht aufkommen müsst) erst zu schätzen, wenn ihr sie nicht mehr habt. Ich probiere mir diese Weihnachten für einmal wirklich bewusst zu machen, was ich eigentlich alles habe. Anstatt darüber zu lamentieren, dass ich nicht das neue iPhone 88s bekommen habe.

Die Zyniker unter euch haben hier wohl bereits aufgehört zu lesen. Und wenn doch nicht: Ja, ich weiss, dass Disney-Filme realitätsferner nicht sein könnten. Sie vermitteln uns Eindrücke einer ‚perfekten‘ Familie oder DER GROSSEN Liebe, wie es sie nie geben wird. Wie überzuckert die Familienfilme wirklich sind, zeigt alleine der Fakt, dass Walt Disney ein ziemliches Arsch gewesen zu sein scheint.

Leugne ich das, wenn ich das positive in ‚Bambi‘ oder ‚Susi und Strolch‘ sehe? Meiner Meinung nach: Nein.

Nichts ist perfekt. Weder Disney, noch Weihnachten.

Trotzdem: Ich hoffe, ich konnte euch etwas mit in die Festtage geben. Jetzt die Frage an euch: Was ist wichtig, für das Fest der Liebe? Und hat es etwas mit Disney zu tun?