Bin ich heimlich gar nicht selbstironisch?

Über sich selbst lachen: die Wohlfühloase unserer Generation. Niemand fühlt sich so gut dabei unter einem Bild mit «haha du» markiert zu werden wie wir. Nichts versüsst mir den Tag mehr wie Freunde und Freundinnen, die mir meine Macken vorführen. Ja, verdammt. Das bin ich. Ich bin der Igel, der sich füttern lässt, die Mittzwanzigerin, die am Freitagabend lieber online als draussen ist, ich bin die Frau, die sich ab Oktober die Beine nur noch sporadisch rasiert (nicht als feministisches Ausrufezeichen, sondern, weil ich in der Winterzeit einfach zu beschäftigt mit anderen Dingen bin. Siehe Igel). Also ja, ich bin selbstironisch. Lieber selbstironisch, als mich zu hinterfragen. Lieber fiktionale Wohlfühloase als faktische Pandorabüchse.